Damen auf dem Vormarsch (Saisonrückblick Damen 2018/19)

Mit der Saison 18/19 starteten wir in unsere schon zweite Saison als eigenständige Mannschaft in der (jetzt) Bayern Liga Süd. Die Damen 7er Ligen wurden vor Saisonbeginn neu aufgeteilt, sodass wir nun leider auf Würzburg, Nürnberg und Bamberg verzichten mussten. Geschuldet ist das ganze aber auch der erfreulichen Tatsache, dass der Frauenrugby in Bayern wächst und sich immer mehr Teams bilden! Kommende Saison wird sich unsere Liga dann (voraussichtlich) um Unterföhring und Bad Reichenhall als jeweils eigenständige Mannschaften und Innsbruck vergrößern, was sich hoffentlich auch positiv auf die Spielpläne auswirken wird, die in dieser Saison bei 7 Teams zu etwaigen Verwirrungen führten.

Dritter Platz beim Turnier in der StuSta und der bayerischen Meisterschaft

Für uns lief die Saison im großen und ganzen gut, auch wenn wir unser Potenzial noch nicht voll ausschöpfen konnten und oftmals ein anderer Ausgang möglich gewesen wäre. Ein Tag an dem es richtig gut lief, war das Turnier in Stusta bei dem wir unseren ersten dritten Platz im regulären Ligabetrieb sichern konnten.
Zum ersten Mal nahmen wir beim Finalturnier in Rottweil auch an einem zweitägigen Turnier teil und haben definitiv vor mehr Touren zu machen, auch wenn sich gezeigt hat dass wir nicht nur Camping Enthusiasten im Team haben.
Abschließen konnten wir die Saison sehr erfreulich mit einem weiteren 3 Platz bei den bayrischen 7er Meisterschaften in München.

Abschiede, Neuzugänge und einige Verletzungen

Als sich stetig wandelndes Team war es nicht immer leicht genug Leute für die Spieltage zu finden. Wir mussten uns auch von ein paar Zirbelnüssen verabschieden (so auch von unserer Kapitänin Franzi welche ihr Amt vorerst an Zoë weitergegeben hat) und blieben leider auch nicht ganz von Verletzungen verschont (mehr als Myma und Rottweil muss man an der Stelle wohl kaum sagen). Wir haben aber auch einige neue Spielerinnen dazu gewonnen und andere die für die neue Saison wieder kommen werden, sodass wir insgesamt am wachsen sind (dieses Jahr auch zum ersten Mal mit zirbelnüsschen Nachwuchs!).
Nicht nur die Mitgliederzahlen wachsen sondern auch das Können und manche unserer Spielerinnen trainierten auch im Kader der Bayern Auswahl mit.
Das unser Niveau (spieltechnisch gesehen) steigt haben wir unserer inzwischen 3 Mann starken französischen Trainer-Riege zu verdanken, über die wir sehr gluecklisch sind, auch wenn wir das während des Trainings manchmal nicht zugeben würden.
Unsere neu ernannte Team Managerin Stef bringt in das ganze Durcheinander die notwendige Ordnung (also bei Fragen bitte an sie wenden :)).

Für die kommende Saison wollen wir an unseren Erfolgen ansetzen und mit mehr Leistungskontinuität weitermachen, und besten falls eine Endplazierung im oberen Mittelfeld der Liga erzielen.
Des Weiteren wollen wir unbedingt wieder ein Turnier ausrichten und bei mindesten einem Spaß Turnier (Snow oder Beach) mitmachen.

Vielmehr bleibt eigentlich nicht zu sagen, außer:

WIR SUCHEN DICH!
Interessierte Spielerinnen sind immer willkommen – egal ob mit oder ohne Rugby-Erfahung. Komm vorbei und mach mit oder schreib uns!

Also auf eine neue Saison.
Auf die Nüsse.

RFCA Jugend in vier Altersklassen vertreten (Saisonrückblick Jugend 2018/19)

Gleich in vier Altersklassen ist der RFCA in der abgelaufenen Saison angetreten, wobei sich die U8 und U14 Spieler auf den Turnieren als Piraten verschiedenen Vereinen anschlossen die U10 und U12 allerdings in der bewährten Spielgemeinschaft mit unseren Freunden vom SC Gröbenzell antraten. Highlight der Saison für die Fuggerstätter das grosse und erfolgreiche Heimturnier Anfang Mai. (Bericht in der AZ)

DM U12

Als derzeitiger Tabellenführer der bayrischen U12 und der Ankündigung das die DM U12 vom MRFC ausgetragen wird, war die Entscheidung ein leichtes diese Chance wahrzunehmen und sich mit den besten Deutschlands zu messen.
Unter dem Schlachtruf «Wie die Sonne so hell – Augsburg/Fürstenfeldbruck/Gröbenzell» ging es also nach München um an zwei Tagen mit 11 anderen Teams die deutsche Meisterschaft auszuspielen. Das Losglück bescherte unseren Legionären in Ausbildung schon in der Vorrunde den Berliner RC und den SC 1880 Frankfurt, die Serienmeister der letzten 10 Jahre in dieser Altersklasse. Dementsprechend war sportlich für unsere Youngster da leider nichts zu holen, aber ihren Mut und Charakter haben die kleinen Bravehearts definitiv unter Beweis gestellt. In den Platzierungsspielen wurde es dann doch deutlich knapper und ausgeglichener in den Ergebnissen, aber die hohen Niederlagen des Turnierstarts steckten offensichtlich noch in den Knochen und am Ende wurde es der letzte Platz für unseren Nachwuchs.
Dennoch war es wichtig und richtig diesen Schritt mal zu wagen, so ist man doch mit vielen Erfahrungen und Lehrstunden nach Hause gefahren.

Oase

Jugendarbeit in einer Randsportart wie unserer ist mühsam, der Zugang zu vereinsfremden Kindern schwierig. Umso erfreulicher wenn man sich bei uns meldet und uns konkret bittet mal vorbeizuschauen und genau das hat die Oase, ein Juze des Stadtjugendrings, getan. So begaben sich also zwei unserer Trainer am Freitagnachmittag nach Oberhausen um einen kleinen Rugbyworkshop anzubieten. Um die 14 Kinder bis junge Erwachsene liesen sich auf uns ein und hatten sichtlich ihren Spaß, Resultat war auch bereits eine erste Anmeldung im Verein.
Das Ganze soll auf jeden Fall wiederholt werden und hat durchaus Potential, zu Stoßzeiten sind da gerade unter den jungen Erwachsenen eine ordentliche Anzahl. Wir können also nur empfehlen das offene Angebot zu nutzen und sich dort einfach mal auf eine Partie Touch zu treffen, Bälle sind mittlerweile vor Ort 😉 (Danke RFCA) und mit etwas Offenheit findet man auch ein paar Mitspieler.
Jugendrugby im Sommer
Auch in den Sommerferien sind die Jugendtrainer aktiv! Am 27. und 28. August bietet das Trainerteam einen zwei Tage Schnupperkurs im Rahmen von den Ferienprogrammen der Stadt Augsburg («Tschamp») und Gersthofen (Link). Werbung ohne Ende ist gewünscht!

Rugby in der Schule

Wenn der Berg nicht zum Propheten kommt, muss der Prophet zum Berg kommen.
Wenn die Kids nicht zu uns kommen, dann müssen wir zu ihnen. Das kann über Aktionen wie in der Oase laufen, oder aber in Form einer Rugby AG in der Schule. Zugang zu Schulen können wir herstellen, aber als Berufstätige können wir sowas nicht selbst leisten.

Und daher suchen wir dich!
Du liebst Rugby und spielst schon eine Weile?
Du bist über 18 und bist bereit zumindest eine D-Lizenz zu machen? (ca. ein Wochenende Zeitaufwand)
Du kannst an einem festen Wochentag nachmittags zwei Stunden Zeit aufbringen und zwar über ein ganzes Schuljahr?
Du möchtest dir steuerfrei was dazuverdienen?
Perfekt, melde dich bei uns!

Bambinis – Rugby Minis

Wer sich an einem Heimspieltag bei gutem Wetter mal genau umschaut, der sieht zwischen den Tribünen ganze Nachwuchsmannschaften herumspringen. Erfreulicherweise wächst die RFCA-Familie und eurem Nachwuchs wollen wir ebenfalls etwas bieten.
Daher wollen wir ab kommender Saison eine Gruppe im Bereich Bambinis, Minis, Rugbytods oder wie auch immer wir es nennen wollen, also für Kinder im Kindergartenalter (3-6 Jahre), anbieten.
Eine erste Freiwillige hat sich bereits gefunden, Carla aus dem Damenteam wird sich für diese Altersgruppe engagieren aber sucht noch Mitstreiter. Wer Nachwuchs in dem Alter hat und diesen sowieso bringen würde, der mag vielleicht gleich noch als Trainer bleiben?
Wer arbeitet generell eh gerne mit Kindern und mag sich bei uns einbringen? Wir sprechen bei den Minis noch nicht von Rugby im klassischen Sinne, daher keine Scheu wenn du dich dafür vermeintlich nicht qualifiziert fühlst. Spaß am Sport generell, im Umgang mit Kindern im besonderen und Verantwortungsbewusstsein sind die Qualitäten die du mitbringen solltest.
Melde dich bei uns!

Augsburg macht den Aufstieg in die 2. Bundesliga perfekt

Die Ausgangslage vor dem entscheidenden zweiten Aufstiegsspiel zur 2. Rugby Bundesliga war vielversprechend für den RFC Augsburg. Zwar hatte man das Hinspiel in Karlsruhe knapp mit 25:26 verloren, da jedoch in der Endabrechnung die in beiden Spielen erzielten Punkte den Ausschlag geben, stand es vor dem Heimspiel quasi 0:0. Entsprechend zuversichtlich war die Stimmung im Augsburger Team, zumal im Sturm einige Stammspieler wieder zur Verfügung standen, die im Hinspiel noch gefehlt hatten.

Bei gut 30 Grad begann das Spiel vor der großen Kulissen der zahlreich unterstützenden Fans perfekt für die Hausherren. Augsburg konnte schnell das Spiel kontrollieren und Karlsruhe von Beginn an unter Druck setzen. Auch in den Standardsituationen Lineout und vor allem im Scrum zeigte sich das Team deutlich verbessert zum Hinspiel. Dies war die Grundlage für den frühen Versuch von Kapitän Denis Jaschik in der dritten Spielminute, als dieser nach einer intensiven Druckphase kurz vor dem Mallfeld der Gäste eine Lücke fand und den Ball zum 5:0 ablegen konnte. Auch in den folgenden Minuten dominierten die Legionäre das Geschehen. Ein Straftritt in guter Position wurde von Kicker Felix Rau sicher zwischen die Stangen gesetzt: 8:0. So mancher Fan hatte zu dieser Zeit vermutlich bereits die Hoffnung, dass dies eine klare Sache für die Fuggerstädter werden würde. Doch spätestens nach der kurzen Wasserpause zur 20. Minute bröckelte die Dominanz der Legionäre. Ob es der Hitze oder den in dieser Phase sich häufenden Penalties geschuldet war, bleibt fraglich, jedoch konnte der RFCA in der Folge kaum noch Druck nach vorne aufbauen. Ganz anders die Gäste. Karlsruhe lief eine Angriffsphase nach der anderen gegen die Augsburger Verteidigungslinie. Lange ohne daraus Punkte zu machen, doch in der 35. Spielminute dann doch der Durchbruch zum 8:5. Kurz vor der Pause dann noch ein Aufreger, als Augsburgs Scrumhalf nach einem vermeintlichen Foulspiel mit Gelb für 10 Minuten vom Platz musste.
Die zweite Halbzeit noch in Unterzahl begann, wie die erste geendet hatte. Augsburg in der Verteidigung, Karlsruhe mit dem Ball in Händen im Angriff. Wieder benötigten die Gäste knapp 20 Minuten, um Zählbares zu erzielen. Ob die von den Unparteiischen als Versuch gewertete Ballablage der Karlsruher Rugger nicht doch ein Vorwurf war, wird wohl offen bleiben. Wiederum missglückte jedoch der folgende Erhöhungskick. Der Spielstand nun 8:10. Für Augsburg war damit klar, man musste punkten, wollte man die Chance auf den Aufstieg wahren. Mit einem erfolgreichen Kick auf die Stangen und den damit verbundenen drei Punkten würde das Spiel zumindest in die Verlängerung gehen. Die Chance dafür ergab sich 10 Minuten vor Spielende: Augsburg mittlerweile wieder mit mehr eigenen Spielanteilen wurde in guter Position ein Straftritt zugesprochen. Die Trainer entschieden schnell, die Chance auf Punkte zu nutzen und Felix Rau war erneut sicher am Kicking Tee und brachte Augsburg mit 11:10 wieder in Führung. „Finish strong“ so einer Leitsätze von RFCA Headcoach Johnson. Und gemäß diesem Motto schien in den Schlussminuten noch einmal ein Ruck durch die Mannschaft zu gehen. Nun war es Karlsruhe, die in die Verteidigung gezwungen wurden. Nach über 70 Minuten intensivstem Rugby in der Juli-Hitze war jedoch einigen Spieler anzusehen, dass diese nur noch den Schlusspfiff herbeisehnten. Die erfahrene Hintermannschaft um Verbinder Patrick Hase nutze diese Schwäche gnadenlos aus. Ein schneller Angriff mit noch einmal hohem Tempo genügte, um die Verteidigungslinie zu demaskieren. Die sich auftuende Lücke nutzte Hase selbst, um den Ball sicher mittig im Mallfeld zu platzieren. Die Erhöhung war nur Formsache und das damit verbundene 18:10 bedeutete den Aufstieg in die 2. Rugby Bundesliga, da Karlsruhe in den verbleibenden zwei Spielminuten kein Mittel mehr fand, selbst erfolgreich zu punkten. Nachdem endlich der Schlusspfiff ertönte, lagen sich gut 200 Augsburger Fans jubelnd in den Armen.

Legionäre sichern sich die Herbstmeisterschaft im Spitzenspiel

Der Erste gegen den Zweiten der Rugby Regionalliga Bayern standen sich diesen Samstag zum vorletzten Spieltag der Hinrunde auf dem Platz des RFC Augsburg gegenüber. Es ging um nichts weniger als die Tabellenführung und die Herstmeisterschaft.

Dementsprechend fokussiert liefen die Spieler des RFCA auf den Platz ein. Die Anspannung war vor dem Spiel deutlich zu spüren. Beide Mannschaften wussten, was sie erwartete. 80 Minuten Kampf um jeden Meter Rasen. Und das Spiel sollte den Erwartungen gerecht werden. Am Ende konnten die Legionäre vor allem dank einer extrem stabilen Defensive über einen 32:12 Bonuspunkt-Sieg jubeln.

Legionäre mit Anlaufschwierigkeiten

Das Spiel begann aber zunächst mit einer starken Phase der Gäste. Mit kräftigen kurzen Attacken brachten sie die Legionäre in den Anfangsminuten gehörig unter Druck. Mehrmals drangen die Ravensburger bis kurz vor die Malllinie vor. Doch das Credo von Coach Johnson „Bend but do not break“ wurde von seinen Spielern beherzigt. In der eigenen 22 wurde mit viel Herz verteidigt und man konnte sich immer wieder befreien. Doch Mitte der ersten Halbzeit war es soweit. Ein Ravensburger Stürmer schaltete sich in einen schnellen Angriff der Backline an und war kurz vor der Linie nicht mehr zu stoppen.

Wie so oft in dieser Saison kam der RFCA erst nach einem Rückstand richtig ins Spiel. Und auch heute konnte sich Augsburg immer mehr Feldvorteile erarbeiten. Zurückgedrängt bis weit in die eigene Hälfte, gingen die Gäste immer aggressiver in Rucks um Turnovers zu provozieren. Doch statt dem Ball bekamen sie Straftritte. Zwei davon setzte Felix Rau bis zur Halbzeit durch die Stangen. Und so ging es mit dem Stand von 6:7 in die Pause.

Augsburg gehört die zweite Hälfte

Auch die zweite Halbzeit begann mit Vorteilen für die Hausherren. Ravensburg hatte, vielleicht auch aufgrund ihres kräfteraubenden Spielstils, immer mehr Probleme mit den schnellen Angriffen der Augsburger Backline je länger das Spiel dauerte. Und so war es kein Wunder, dass der schnellste Spieler auf dem Platz die nächsten Punkte machte: Maxim Marsal setzte sich nach Vorarbeit von RFCA-Center Tiley Miriau auf der rechten Seite schön durch und legte zum 13:7 ab. Nur fünf Minuten später war Erste-Reihe-Stürmer Daniel Bukowski nach einem schönen Durchbruch von Cameron Hughes der Erste am Support, um sich den Offload zu schnappen. Er war auf den letzten Metern nicht mehr zu stoppen und so schraubte sich der Spielstand auf 20:7.

Doch so schnell wollten sich die Ravensburger nicht geschlagen geben. Sie bäumten sich nochmal auf und kämpften sich bis direkt vors Malfeld vor. Minutenlang verteidigte der RFCA mit Mann und Maus. Als aber die Gäste nach einem Line-Out an der 5m-Linie ein Maul aufbauten, war man machtlos. Der Erhöhungskick ging aus sehr spitzen Winkel daneben, so dass der Abstand 8 Punkte betrug (20:12). Mehr als ein erhöhter Versuch also.

Die Gäste gaben nochmal alles, doch die stark besetzte Augsburger Bank machte jetzt den Unterschied. Den nächsten Versuch legte Tiley Miriau nach einem seiner unglaublich kraftvollen Runs. Endlich belohnte er sich damit für seine unermüdliche Arbeit, die er seit mittlerweile über 2 Jahren für den RFCA leistet.

Und als nur wenig später sich Lennart Abelmann-Brockmann mit einem nicht weniger kraftvollen Lauf durchtankte, war die Messe endgültig gelesen. Nach dem Schlusspfiff kannte der Jubel keine Grenzen mehr. Seit 2013 überwintert der RFCA erstmalig wieder am Platz an der Sonne.

Letztes Heimspiel 2018 gegen die StuSta II

Ein Spiel ist jedoch noch zu absolvieren und die Herbstmeisterschaft ist nur ein Etappen-Ziel. Coach Johnson brachte es nach dem Spiel auf den Punkt „We´ll celebrate until Sunday. Then we prepare for the next game.“

Wir danken den Gästen aus Ravensburg für ein echtes Spitzenspiel. „Wir freuen uns schon auf das Rückspiel.“ sagte euer Captain nach dem Spiel. Dem können wir uns nur anschließen. Bis zum 15.6.2019… an dem Tag will der RFCA die Bayerische Meisterschaft feiern!

Vollgas im zweiten Durchgang

Nach einer mehrstündigen Busfahrt erreichten die Augsburger Legionäre gegen 13:15 Uhr den Platz der Würzburger mit einiger Verspätung. Davon ließen sich die Fuggerstädter jedoch nicht aus der Ruhe bringen. Man reiste als Tabellenführer an und gedachte, diese Position auch zu halten.

Verhaltener Start der Augsburger

Schnell spielen und die eigenen Stärken ausnutzen, war die Devise. Doch die Gastgeber zwangen dem RFCA von Beginn an ein hartes und leidenschaftliches Spiel auf, welches sich meist im Mittelfeld abspielte und viele Ballverluste von beiden Seiten beinhaltete. Beide Mannschaften schenkten sich nicht viel, doch Würzburg war in dieser Phase das dominantere Team.

Nach gut 15 Minuten waren es jedoch die Legionäre, die das erste Mal Gefahr ausstrahlten: Nach mehreren guten Phasen war es Steeven Gaschin, der sich fast bis ins Malfeld durchtankte. In der Folge rannte Augsburg immer wieder gegen die dichte Abwehrlinie der Würzburger an, welche jedoch standhielt, sodass die Würzburger sich schließlich befreien konnten. In der 30. Minute schließlich gelang es den Würzburgern nach einigen starken Phasen einen Versuch zu legen, die Erhöhung war gut – neuer Spielstand 7:0 für die Hausherren. Nich gerade das, was sich der  Tabellenführer vorgenommen hatte.

Kurz vor der Pause zeigte dann der Rookie Sebastian Geiger mit einem glänzenden Lauf und mehreren gebrochenen Tackles, was in ihm steckt. Nachdem er kurz vor dem Malfeld zu Boden gebracht wurde, täuschte Patrick Haase schnell einen Dummie nach links an und legte dann selbst ab. Nach erfolgreicher Erhöhung durch Felix Rau ging es mit einem Stand von 7:7 in die Pause.

Finish strong  – Augsburg dreht in der zweiten Halbzeit auf

Nach dem Wiederanpfiff merkte man den Augsburgern an, dass der Coach in der Pause die richtigen Worte gefunden hatte: Die Würzburger standen nun dauerhaft unter Druck und hatten Probleme, sich aus der eigenen Hälfte zu befreien. So dauerte es gerade einmal 4 Minuten, bis Valentin Foy nach einer schönen Phase der Augsburg unberührt im Malfeld der Würzburger ablegte. Felix Rau erhöhte auch hier – 7:14 für Augsburg.

Die Würzburger verteidigten weiterhin engagiert, waren aber nicht mehr in der Lage, eigene Akzente zu setzen. So dauerte es dann bis zur 50. Minute, als Patrick Haase, nahezu in Kopie seines ersten Versuchs, mit einem Dummy die Verteidigung austrickste und unter den Pfosten ablegte. Der bisher fehlerfreie Felix Rau erhöhte auf 7:21. In der 57. Minute brach dann Steeven Gaschin aus einem Maul aus und legte für einen erneuten Versuch des RFCA ab. Felix Raus verwandelte auch hier – 7:28.

Wer dachte, dass sich Augsburg auf der Führung ausruht, hatte sich geirrt. „Finish strong“ war einer der Leitsätze, die Coach Phil Johnson fest in den Köpfen der Spieler verankert hatte. Und so machten die Legionäre stark weiter, nach einem guten Lauf von Cameron Hughes spielte dieser den Ball zu Valentin Foy, welcher, erneut unberührt, zu seinem zweiten Versuch ablegte. Nachdem Felix Rau das erste Mal eine Erhöhung vergab, stand es nun 7:33 für die Legionäre.

In der 73. Minute erzielte Kenny Padberg einen Turnover, welcher über zwei Spielzüge von Steeven Gaschin zum Versuch abgelegt wurde. Neuer Spielstand 7:38. 5 Minuten später schließlich war es wieder Steeven Gaschin, der sich durchtankte, kurz vor dem Malfeld jedoch den Ball zu Valentin Foy spielte, welcher zu seinem dritten Versuch des Tages ablegte. Nach erfolgreicher Erhöhung stand es 7:45, was auch der Endstand der Partie war. 

Wir bedanken uns beim Würzburger RK für ein emotionales und leidenschaftliches Spiel, welcher trotz, oder gerade wegen des Wetters, ein hervorragendes Rugby-Erlebnis für alle mitgereisten war.

Für die Legionäre steht als nächstes am 3. November ein Heimspiel gegen den aktuellen Zweitplatzierten TSB Ravensburg an.

Player of the day: Patrick Haase

Hammer of the day: Cameron Hug

RFCA erkämpft knappen Sieg im Spitzenspiel

Ein wahrer Rugby-Krimi wurde den Zuschauern am Marzoller Sportplatz geboten. Nach 80 knüppelharten Minuten konnten die Legionäre letztendlich über einen 28:21 Erfolg jubeln. „Leave it all on the pitch“ war die Vorgabe von Coach Johnson vor dem Spiel. Und nicht weniger war nötig, um sich heute erneut den A8-Pokal mit nach Hause zu nehmen.

Holpriger Start für den RFCA

Dabei begann das Spiel denkbar schlecht für Augsburg. Die Hausherren rollten gleich von Anfang an mit ihren gewohnt druckvollen Phasen und drängten die Legionäre Stück für Stück zurück. Es dauerte nur etwa 5 Minuten bis Reichenhall nach einem starken Paket nach einem Lineout an der 5m-Linie ablegen konnten. Auch der Erhöhungskick war erfolgreich. 7:0.

Das war der Weckruf für den RFCA. Mehrmals kämpfte man sich jetzt vor das gegnerische Malfeld. Doch einige einfache Fehler verhinderten zunächst die ersten Punkte. Und wenn es mit Finesse nicht funktioniert, probiert man es mit der Brechstange. Verbinder Felix Rau probierte es allein. Brach 2 Tackles, legte ab, und erhöhte selbst zum Ausgleich.

Jetzt waren endgültig die Visiere offen. Das Spiel ging hin und her. Krachende Tackles und herrliche Spielzüge auf beiden Seiten. In der 20 Minute verwandelten die Raufbolde einen dieser Spielzüge, als der Ball zu schnell für Augsburger Verteidigung nach rechts Außen wanderte.  Den Schlusspunkt der ersten Halbzeit setzen die Gäste. Bei einem klasse Pass von Felix Rau auf Außen hätte Patrick Hase nur noch ablegen müssen. Doch ein Reichenhaller Verteidiger schlug den Ball nach vorn beim Versuch ihn abzufangen. Der Schiedsrichter entschied auf Penalty-Try.

So ging es mit einem leistungsgerechten 14:14 zum Pausen-Tee.

Zweite Halbzeit nichts für schwache Nerven

Zunächst  waren die Augsburger am Drücker. Nach einem Befreiungskick in der 50 Minute kam der Ball zu Kenny Padberg und wenn der ins Laufen kommt, holt in so schnell keiner ein. 21:14. 15 intensive Minuten mit Chancen auf beiden Seiten später konnte Steeven Gaschin ablegen. Und auch Felix Rau blieb am Kicking-Tee ohne Fehler. 28:14.

Doch Bad Reichenhall dachte nicht daran aufzugeben. Mit unverminderter Intensität rannten sie gegen die Verteidigungslinie des RFCA an. Die Legionäre verteidigten stark, doch in der 68 Minuten brachen die Hausherren auf Außen durch und kamen mit 21:28 ran. Damit würde ein erhöhter Versuch zu einem Unentschieden reichen.

Der Rest des Spiels war an Dramatik kaum zu überbieten. Die Aussage der mitgereisten RFCA „Old Boys“ war einstimmig „Zu viel für mein altes Herz“. Die Raufbolde machten, angefeuert durch die vielen Fans, mächtig Druck und die Entlastungsangriffe für die Legionäre wurden immer seltener. Die Augsburger Verteidigungsmauer kam mächtig ins Wanken, doch brach nicht. Und als Patrick Hase den Ball endlich zum erlösenden Schlusspfiff ins Aus kickte kannte die Freude keine Grenzen mehr.

Damit war die Spitzenposition in der Regionalliga Bayern verteidigt und das Bier auf der Heimfahrt redlich verdient.

Im diesem Spiel zeigte sich zum ersten Mal deutlich, worin sich die von Cheftrainer Phil Johnson vorgegebene Philosophie „Win forever“ auszeichnet. Alle RFCA Spieler gaben bis zur letzten Sekunde alles für ihr Team und den angestrebten Sieg.

Ein riesiges Dankeschön an den RFC Bad Reichenhall für einen perfekten Rugby-Tag. Wir freuen uns schon auf das Rückspiel. Die Legionäre haben jetzt zunächst ein spielfreies Wochenende bevor es zum nächsten Auswärtsspiel nach Würzburg geht.

 

RFCA mit top Leistung gegen MRFC II

In einem harten, aber fairen Spiel schlug der Rugby Football Club Augsburg vergangenen Samstag den München Rugby Football Club II mit 28:0.

Die Legionäre brannten auf eine Revanche für die Niederlage, die die zweite Mannschaft des MRFC ihnen am letzten Saisonspiel der Vorsaison zugefügt hatte. Damals stemmten sich die Münchener gegen den drohenden Abstieg und schickten ein hochkarätiges Team aufs Feld, das Unterstützung von Spielern bekam, die sonst in der 2. Bundesliga antreten. Und auch am vergangenen Samstag stand den Ruggern aus der Fuggerstadt wieder eine starke Mannschaft gegenüber.

Doch schon in den ersten Minuten zeigte sich, dass das intensive Defensiv-Training der letzten Wochen von Coach Johnson Früchte trug und auch die Offensive immer souveräner agiert. Bereits in der 4. Minute legte Tiley Miriau einen Dieserauf links ab. Kurz danach tanktesich Steeven Gaschin zum 2. Versuch durch. Wiederum nur wenig später war es Kenny Padberg, der den Ball im Malfeld ablegen konnte. Verbinder Felix Rau trotzte widrigen Windbedingungen und setzte in der 24. und 32. Minute zwei Straftritte durch die Stangen zum 23:0 Pausenstand.

Was für eine Halbzeit! Die Kritikpunkte der ersten Spiele waren deutlich verbessert. Sogar die Scrums funktionierten gegen den extrem erfahrenen MRFC Sturm. Doch die Gäste wollten das so nicht auf sich sitzen lassen und starteten nach Wiederanpfiff mit einer Drangphase. Die nächsten 20 Minuten wurden fast ausschließlich in der Hälfte des RFCA gespielt. Doch die Augsburger Verteidigung war an diesem Tag zu stark, um überwunden zu werden. Mit einem Lauf über das halbe Feld und mehreren durchbrochenen Tackles sicherte Matti Schmitz sich nicht nur seine ersten Punkte im RFCA Trikot, sondern legte ab zum Endstand von 28:0.

Damit haben die Legionäre ihre Titelambitionen eindrucksvoll unterstrichen. Doch noch ist es zu früh für grenzenlose Euphorie, wie Coach Johnson betont: „Vor deutlichen Siegen habe ich mehr Angst als vor Niederlagen. Man läuft in Gefahr sich auf dem Sieg auszuruhen“.

Wie die Spieler damit umgehen, wird sich das nächste Mal am 13. Oktober zeigen. Dann geht es zum Auswärtsspiel nach Bad Reichenhall. Am Marzoller Sportplatz, dem schönsten Rugby-Platz Deutschlands, ist es gegen die physisch starken Raufbolde schon immer schwer gewesen Punkte zu entführen. Die Legionäre können es jedenfalls kaum erwarten…

Zweites Spiel, erster Sieg!

Ganz so leicht machten es sich die Legionäre an diesem sonnigen Samstagnachmittag vor heimischen Publikum allerdings nicht. Nach der Niederlage im ersten Spiel hatte man sich zu Hause viel vorgenommen und erfahrungsgemäß tat sich Augsburg in der Vergangenheit schwer mit unbekannten Aufsteigern in der Liga.

Diese Unsicherheit war nicht zu spüren als sich die Legionäre, nach einem Befreiungskick der Bayreuther, aus ihrer eigenen 5 Meter Linie heraus das Spielfeld herunter arbeiteten und Maxime Marsal nach 5 Minuten den Ball zum Versuch ablegte. Erhöhung durch Felix Rau getroffen. Spielstand 7-0. Die mit 15 Mann und 3 Frauen angereisten Bayreuther wollten den Augsburgern kein Festspiel gönnen und ließen sich durch diese frühe Führung nicht entmutigen. Kick zur Gasse in Augsburgs 5 Meter und der daraus resultierende Line-Out konnte in einen Versuch verwandelt werden. Erhöhung geglückt und in Spielminute 9 war wieder alles auf Anfang.

In Spielminute 12 war es dann ein schnellgespielter Straftritt durch Patrick Hase und gute Arbeit der Hintermannschaft die dazu führten das erneut Maxim Marsal für die Legionäre den Ball in der Endzone ablegen konnte. Die Erhöhung gelang diesmal nicht und Augsburg führte nun mit 12:7. Wieder war Bayreuth durch einen guten Kick mit einem Line-Out vor Augsburgs Malfeld. Die Legionäre hatten aber ihr Lehrgeld bezahlt. Erst konnte der Ball in einem Turn-Over erobert und 2 Phasen später und 95 Meter weiter durch Valentin Foy abgelegt werden. Erhöhung durch die Nr. 10 gelang. Neuer Spielstand 19:7.

20 Minuten waren gespielt als erneut Maxim Marsal nach einem Scrum in Augsburgs Hälfte der Ball abermals durch den Schlussmann abgelegt werden konnte. Erhöhung getroffen. Es folgte eine 5 Minütige bärenstarke Malverteidigung von Augsburg die man so lange in der Fuggerstadt vermisst hat. Der Ballbesitz resultierte dann jedoch in Kicks welche die Bayreuther ausgezeichnet zu einem weiteren Versuch nutzten. Die Erhöhung misslang neuer Spielstand 26:12. Ein in Minute 37 eingeleiteter Propzug durch Arthur Bukowsky konnte nach einem gewonnen Scrum wieder durch Maxim Marsal zu seinem 3. Versuch abgelegt werden. Halbzeitstand 31:12.

Nach der Halbzeit sollte sich zeigen wer den Willen zum Sieg hatte. Bayreuth hielt gut dagegen und bei einem weniger souveränen Schiedsrichter hätte es auch anderst stehen können. Für Augsburg waren die wichtigen Punkte eingefahren. Der Ehrgeiz aber ungebrochen. So wurde der erste Fehler von Bayreuth direkt von Valentin Foy bestraft der seinen zweiten Versuch an diesem Tag legte. Erhöhung wurde verfehlt, 36:12. Direkt nach Ankick war Bayreuth zur Stelle und wieder erwacht. Starke Spielzüge brachten sie bis vor Augsburg Malfeld wo sie ihre Courage jedoch nicht in Punkte verwandeln konnten. Es dauerte bis Spielminute 57 und Bayreuth konnte sich durch einen Straftritt an Augsburg 5 Meter belohnen. 31:19.

Der letzte Spielabschnitt war dann wieder geprägt von Augsburg. Schnelle Hände, ein „cherry picker“ und Alexander Geiser konnte den verdienten Stürmerversuch für Augsburg einfahren. 36:19

Patrick Hase war es dann der in der 85 Minute für Augsburg nach einem schnellen Straftritt zu weiteren 5 Punkten ablegte. Die Kick auf die Stangen gelang 43:19. Gerade noch jubelnd schon führte eine Fehlentscheidung der Nr. 5 zu einem Versuch der Gäste deren Erhöhung gelang.

Endstand 48:19. Wir bedanken uns bei den Gästen für ein sehr faires Spiel und beim Schiedsrichter für eine sehr gute Leistung.

Hammer of the day – Arthur Bukowsky

Player of the day – Valentin Foy

Trainer-Coup – Augsburger Rugby geht neue Wege

Phil Johnson wird neuer Cheftrainer des RFC Augsburg

Drei Wochen vor dem Start der Rugby Saison 2018/19 hat der Rugby Football Club Augsburg einen neuen Trainer. Mit der Nominierung von Phil Johnson landet der RFCA einen Coup, der für Gesprächsstoff sorgen wird – nicht nur in Augsburg, sondern sicher auch in der bayerischen Rugby-Community.

Coach Johnson ist in der Fuggerstadt kein Unbekannter. Allerdings trat er hier bisher in einer anderen Sportart in Erscheinung. Bis 2016 war er als Headcoach des American Football Teams Augsburg Raptors engagiert, als es zum umstrittenen Bruch mit dem Verein kam.

Das aus Wyoming (USA) stammende Allroundtalent war in seiner Karriere als Trainer in verschiedenen Sportarten äußerst erfolgreich. Neben seiner Kernsportart Football trainierte Phil Johnson bereits Teams und Sportler im Baseball, Ringen, Leichtathletik und Skifahren und ist zertifizierter Strength & Conditioning Coach. In der Nähe von Donauwörth bildet Phil Johnson auf seiner Ranch Pferde aus, seine größte Leidenschaft, wie er sagt.

Win forever – Philosophie

Wie dort wird Johnson beim RFC Augsburg versuchen mit seiner Kombination aus Konsequenz, Einfühlungsvermögen und Passion das Team und den Verein langfristig weiterzuentwickeln. Win foreverso das Motto der von Football-Legende Pete Caroll entwickelten Philosophie, der auch Coach Johnson folgt. Dies meint nicht primär wie man vermuten könnte, die einfache Fixierung einer Mannschaft auf Erfolg, sondern vielmehr die Entwicklung der Potentiale jedes einzelnen Sportlers auf und neben dem Spielfeld als Teil einer Gemeinschaft. Das Beste in Jedem im und für das Team zu stärken, ist Johnsons Ziel.

Unterstützt werden wird Phil Johnson beim Rugby Football Club Augsburg von einem Rugby-erfahrenen Co-Trainer-Team um den aus familiären Gründen zurückgetretenen Ex-RFCA-Trainer Uli Oberndorfer. Das Ziel: Die optimale Integration von Johnsons innovativem Trainingskonzept mit den rugby-spezifischen Anforderungen des Augsburger Teams und damit eine langfristige Weiterentwicklung der aufstrebenden Sportart in der Fuggerstadt.